In wachsenden Ringen
Rost, Acryl, Kaffee, Beize, Papier, Kohle, Filzstift und Ölkreide auf Leinwand
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In wachsenden Ringen breitet sich das Leben aus — leuchtend, zart und doch voller Kraft. Die Blüte scheint aus der Dunkelheit geboren, getragen von Farben. Sie dehnt sich aus, Schicht um Schicht. Grünes Wachstum windet sich nach vorne, sucht seinen Weg. Und dort, wo das Blau der Tiefe die Helligkeit berührt, öffnet sich ein Raum zwischen Vergänglichkeit und Neubeginn.
„In wachsenden Ringen“ erzählt meine Geschichte, mein Lebensmotto nach Rainer Maria Rilke:
Beitragsbild links für Lyrikkalender reloaded
RAINER MARIA RILKE
Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen
Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.
Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.
1899

